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Segen | Talmud

Segen

Posted 4 mos ago

Segnen. Segen und Segnen drücken das Wohlwollen gegen andere aus und bilden den Gegensatz von »Fluch« und »Fluchen«; sie bezeichnen das Anwünschen des Guten und Heil­samen, des Glückes und des Wohlerge­hens, gewöhnlich mit dem Aufblick zu Gott, dem Allvermögenden und Alllie­benden, der allein unsere Wünsche zu erfüllen vermag. Solche feierliche Be­glückwünschungen fanden statt bei besonderen Veranlassungen, als z. B. beim Abschied und Entlassen des Vol­kes, bei der Geburt eines Kindes, bei dessen Verheiratung u. a.m. So segnete Bethuel seine Tochter Rebekka bei ih­rem Scheiden aus dem Vaterhaus; Da­vid, als er nach der Weihe des Heilig­tums das Volk entließ; Salomo nach der Einweihung des Tempels u. a. m. Vor seinem Tod ermahnten und segne­ten Noach, Abraham, Isaak und Jakob seine Söhne; Mose, Josua und Samuel die Israeliten. Feierlich war im Tempel der Priestersegen an das Volk. Auch als Begrüßungsformel war der Segen üb­lich beim Kommen, Begegnen und Weggehen. Hoch wurde der Segen ge­schätzt von frommen Männern, den Eltern, den Lehrern, Priestern und Pro­pheten. Die biblischen Mahnungen über die Erteilung des Segens sind: »Wer seinen Nächsten mit lauter Stimme segnet, gilt einem Fluch gleich « ; »Mögen sie fluchen, aber du segne«; »Ein wohlwollendes Auge wird geseg­net«; »Der Segen Gottes macht reich«; »Der Mann reiner Hände und lauteren Herzens empfängt den Segen von dem Ewigen« u. a. m. Aus dem Talmud gehö­ren hierher die Mahnungen: »Nie er­scheine dir der Segen eines Idioten ge­ring in deinen Augen«; »Der Segen ist nur bei Gegenständen, die nicht gemes­sen und die das Auge noch nicht gese­hen«; »Der Priester, welcher segnet, wird gesegnet«; »Besser der Fluch eines Freundes als der Segen eines Feindes; besser war für Israel der Fluch eines Ahia aus Silo als der Segen Bileams.«