RELIGIÖSE STRÖMUNGEN IM JUDENTUM Mit besonderer Berücksichtigung des Chassidismus

Posted 3 mos ago

RELIGIÖSE STRÖMUNGEN IM JUDENTUM Mit besonderer Berücksichtigung des Chassidismus

INHALT.


Zwei Richtungen Im Judentum 1—35

Religiöse Gesetze und religiöse Gefühle. Der Unterschied zwischen denselben. Gesetzesjudentum und Gefühlsjudentum. Der Kampf zwischen beiden. Die Propheten und ihre religiösen Anschauungen. Ihr Kampf gegen das Gesetzesjudentum. Judentum und Christentum. Die ersten Talmudisten und ihr Kampf für das Gesetz. Ueberhäufung der Gesetze durch dieselben. Die Essener als Träger der prophetischen Ideale. Hillel, sein Leben und seine ethischen Anschauungen. Elischa b. Abuah. R. Akiba. Die Halacha und die Aggada. Die letztere als Trägerin des Gefühlsjudentums. Ihr Kampf gegen die Halacha, die Trägerin des Gesetzesjudentums. Die Gaonim. Die Karäer. Moses Maimonides und sein Werk "Mischne Thora". Der Messianismus. Serene und Sabbatai Zewi. Die Kabbala und ihr Kampf gegen das Gesetz. Der Sohar. R. Abraham Abulaffia. Das Buch Hakanah. Der Chassidismus und seine Spuren bei Bachaja Ibn Pakuda und Isaak Abuab der erste. R. Israel Baal-Schem. Sein Kampf gegen die Rabbiner. Das Wesen des Chassidismus. Seine Anschauungen über Gott, Welt, Mensch und ihr Verhältnis zueinander. Die Demut. Das Gebet. Das Denken. Die Liebe zu Gott, zur Thora und zu Israel. Der Zaddik und sein Wesen. Der Unterschied zwischen "Zaddik" und "Rabbi". Rabbinismus und Chassidismus und ihr Unterschied.

Der Zaddik 36-47
Der Zaddik und der Talmid Chacham und ihr Unterschied. Das Alte Testament kennt keinen Personenkultus. Jeder Mensch ist fehlbar. Der Messias als absolute Vollkommenheit. Der Zaddik als Stellvertreter Gottes. Seine absolute Vollkommenheit. Er steht über der Thora. Der Zaddik im Talmud. R. Chanina b. Dosso. R. Simon b. Jochai und sein Sohn Eleasar. R. Pinchas b. Jair. Der Zaddik in der Kabbala. R. Abraham Abulaffia. Salomo Molcho. R. Isaak Lurja. Der Zaddik im Chassidismus. R. Israel Baal-Schem.

Der Gaon von Wilna und der Baal-Schem 48—67
Der Gaon R. Elija von Wilna. Sein einsames zurückgezogenes Leben. Einer der grössten Rabbiner des achtzehnten Jahrhunderts. Der Gaon als Pessimist. Kein Erneuerer religiöser Ideen. Der Gaon als Fortsetzer des Althergebrachten. Als typischer Vertreter des Gesetzesjudentums. Der Gaon und der Baal-Schem. Ihr Unterschied. Der Gaon und der Chassidismus. Gaons Kampf gegen den Chassidismus. Gaons Bann gegen Chassidim und Chassidismus. R. Israel Baal-Schem. Sein Wanderleben. Seine Liebe zur Natur. Seine Gotteserkenntnis. Als Optimist. Seine Lebensanschauung. Baal-Schem und der Wilnaer Gaon. Baal-Schem als typischer Vertreter des mystischen Gefühlsjudentums. Sein Kampf gegen den Rabbinismus. Die reine Gesinnung und die Liebe als Grundlagen im Gottesdienst. Die Vereinigung des Menschen mit Gott. Der Zaddik als Vermittler zwischen Gott und Mensch. Gottesdienst. Die Anhänger des Bescht.

Die Blütezeit des Chassidismus 68—144
R. Beer von Medsiritsch, der Nachfolger des Bescht. Seine Jugendzeit. R. Beer als lurjanischer Kabbalist. Sein vieles Fasten und seine Kasteiung. Sein erster Besuch Beschts. Er bekehrt sich zu ihm. Bescht selber wählt ihn zu seinem Nachfolger. Er reorganisiert die Chassidim. Er schickt Missionare aus für den Chassidismus. Tausende von Chassidim pilgern zu ihm. Seine vielen Schüler. Ihr Verhältnis zu ihm. Salomon Maimon über R. Beer. Seine Lehre im Chassidismus. R. Beers Tod. Weitere Verfolgungen der Chassidim. 300 litauische Chassidim mit R. Mendel Witebsker an ihrer Spitze wandern nach Palästina aus. R. Mendel macht Palästina zum Zentrum des Chassidismus. Die spanischen Juden und die deutschen Juden in Palästina. Ihr Verhältnis zueinander vor und nach der Ankunft der Chassidim in Palästina. Die Verfolger der Chassidim senden den Bann mit einem Sonderboten nach Palästina nach. Die verzweifelte Lage des Chassidismus nach dem Tode R. Beers. Seine Schüler gründen verschiedene Zentren für den Chassidismus. Ihre Mühe und ihr Kampf von Erfolg gekrönt. Der erste chassidische Schriftsteller R. Jakob Joseph Hakohen von Polone. Der älteste Schüler Beschts. Sein Buch Toldot Jakob Joseph, das erste chassidische Werk. Dieses Buch verfolgt mit grösster Schärfe die Rabbiner und ihre Lehre und ist voll Begeisterung für Bescht. Die erste klare Darstellung der Lehre des Bescht. Dies Buch gibt Ursache zur Erneuerung des Bannes gegen den Chassidismus. Die grossen Verfechter des Chassidismus in der Ukraine. R. Nachum von Tschernobyl. R. Levi Jizchak von Berditschew. R. Pinchas von Korez. R. Abraham Malach. R. Leib Sores. Der Chassidismus in Litauen, Chabad. Ihr Führer R. Schneur Salmen von Lady. Der Unterschied zwischen dem litauischen und dem ukrainischen Chassidismus. R. Ahron Strelister. R. Nachman von Brazlaw.

Vom Gemeinschaftsleben der Chassidim 145—18).
Drei Judentypen: Der litauisch-rationalistisch-talmudische Jude, der ukrainisch-mystische Jude und der rationalistisch-mystischpolnische Jude. Der grosse Riss zwischen diesen. Der Chassidismus sucht sie zu versöhnen und zu vereinigen. Der Versuch ist im grossen ganzen gelungen. Der Chassidismus als geeigneter Vermittler. "Zusammenschluss der Genossen" und "Liebe" als Grundlage des Chassidismus. Die Essener und die Chassidim. Ihre Ideen und Lebensverwandtschaft. Die Chassidim unter sich. Ihr Zusammenhalten. Ihre Zusammengehörigkeit mit ihrem Oberhaupt, dem Zaddik. Aehnlichkeit zwischen Christus und dem Zaddik. Das Leben des Zaddik. Sein "Hof". Sein Verhältnis zu den Chassidim. Die Dynastie des Zaddik. Der Zaddik nach seinem Tode. Die Brazlawer Chassidim. Ihre eigenartige Lebensweise. Ihre Verfolgung von Seiten anderer Chassidim. Die litauischen Chassidim. Ihre besondere Lebensweise. Die polnisch-galizischen Chassidim und ihre Lebensart.

Die jüdische Frau im Chassidismus 182—190
Die Stellung der jüdischen Frau im Rabbinismus. Keine innige Verbindung zwischen dem religiösen Leben und der jüdischen Frau. Emanzipierung der jüdischen Frau auf dem Gebiete der Religion im Gefühlsjudentum. Die Prophetinnen Debora und Chulda. Stellung der jüdischen Frau in der Kabbala und in der messianischen Bewegung. Die jüdische Frau im Chassidismus. Ihre Wallfahrt zum Zaddik. Ihre Gespräche mit dem Zaddik. Die Frau als Zaddik. Die Tochter des Baal-Schem und andere. Die Wallfahrten der Chassidim zu ihnen. Die Wallfahrer empfangen ihren Segen. Sie lauschen ihrer Thora. Die Jungfrau von Ladumir. Ihr Leben. Die "Jungfrau" als Zaddik. Ihr eigenes Bethaus. Wallfahrt der Chassidim zur Zaddik-Jungfrau. Ihre Thora und ihre Wunder.


Die Sadagorer Dynastie 191—247
Die Entwicklung der Chassidischen Dynastien. Ihre Ursachen. Der Sohn des Zaddik als "Gottes Sohn". Der Anfang der Sadagorer Dynastie. Israel von Ruzhin, Urenkel des R. Beer von Medsiritsch. Sein Leben und seine Lehre. Sein grosser Einfluss auf Juden und NichtJuden. Die Dynastie von Tschernobyl. Die "Höfe" von Ruzhin und Tschernobyl. Kampf zwischen den Anhängern beider Dynastien. Die Verhaftung R. Israels und dessen Flucht aus Russland. R. Israel in Sadagora. Seine Wirksamkeit in Galizien. Seine letzten Jahre. Die Nachfolger des R. Israel. Die Messias-Ansprüche dieser Dynastie. Verzweigung der Dynastie von Sadagora. Ein "Abtrünniger": der mittlere Sohn R. Israels, R. Beer, der Zaddik von Loew. Sein Auftreten gegen das Gesetzesjudentum. Er wird mit Gewalt zu seinem älteren Bruder gebracht. Die jüdischen Gebildeten von Czernowitz nehmen sich seiner an. Das Eingreifen des Staatsanwalts. R. Beer in Czernowitz. Sein Manifest an die Juden gegen das Gesetzesjudentum. Dieses ruft einen Sturm der Entrüstung im Judentum hervor. Der Zaddik R. Chaim von Sandz und sein Auftreten gegen die ganze Sadagorer Dynastie und den Abtrünnigen. Um ihn sammeln sich viele Rabbiner. Das Gesetzesjudentum in Gefahr. Die Chassidim von Sadagora nehmen den Abtrünnigen in Schutz. Sie deuten seine Taten in mystischem Sinn. R. Beer als schwacher Charakter. Er kehrt zu seinem Bruder in Sadagora zurück. Sein neues Manifest. Reue über das erstverfasste Manifest. Seine letzten Tage.