Banaim, ‏בנאים

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Banaim, ‏בנאים.‎ Bauleute, Handwerker. Jüdische Sekte, die noch R. Jochanan im 2. Jahrh. kennt. Er schildert sie als einen Verein von Gelehrten, die zugleich Handwerker waren (wörtlich: sie beschäftigten sich mit dem Bau der Welt) und viel auf die Reinlichkeit ihrer Kleidung hielten. Die Mischna hebt die Kleidungesstücke eines »Banai« zum Unterschiede von denen der andern rühmlichst hervor. Auch ein Handwerk der Banaim, der Stachel, ‏,קנטר‎ wird genannt. In Bezug auf Letzteres wollen Viele in den Banaim einen Zweig der Essäer erkennen, da auch Josephus von den Essäern erzählt, daß sie eine Axt oder eine Schaufel trugen. Er selbst nennt einen Banus, der in seiner Einsamkeit von Früchten lebte und fleißig badete. Man über-setzte daher den Namen »Banaim« nach dem griech. Badezeug, durch: »Badende,« oder nach seinem hebr. Stamme durch »Bauleute. « ‏ Ich halte dieses Wort, wie schon oben angegeben, ähnlich dem griechischen Badezeug als eine Kollektivbezeichnung für »Handwerker.« Ein Banai war Lehrer des R. Jochanan, der von ihm mehrere Lehren mittheilt, die von denen der Pharisäer abweichen, als z. B. »Man dürfe auch auf einen unbeschnittenen Israelilen das Reinigungswasser sprengen. Das Charakteristische dieser Genossenschaft haben wir in den Angaben der Gestalt ihrer Kleidung: des Hemdes und des Mantels, sowie des Möbels: des Tisches und Bettes. Eine Anspielung auf sie erkenne ich in dem Ausspruche des R. Elasar ben Chanina, wo er die Gelehrten als Förderer des Friedens darstellt und sie als solche: »Deine Bauleute« nennt. Mehreres siehe: Essäer.