Choni Maagal ‏חוני מעגל

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Choni Maagal ‏.חוני מעגל‎ Onias der Kreisdreher. Name eines der Chassidäer (s. d. A.), des Zeitgenossen von R. Simon b. Schetach (100 v.), dessen auch der Geschichtsschreiber Josephus erwähnt und Mehreres von ihm erzählt. Man weiß nichts von seiner Geburt, Bildung und Erziehung, aber desto mehr kennt die Sage ihn als Wundermann, den sie nicht genug verherrlichen kann. Er stand beim Volke in großem Rufe der Frömmigkeit und wurde oft von ihm um Gebete für Regen und Genesungen der Kranken angegangen. So wurde er in einer Dürre um Verrichtung des Gebets um Regen ersucht. Er zog um siech einen Kreis und soll die Worte gesprochen haben: »Nicht eher trete ich aus diesem Kreise, bis Gott den Regen gesandt hat.« Es kam ein starker Regen, und das Volk bestimmte diesen Tag zum Halbfeste. Der Synhedrialpräsident Simon Sohn Schetach hörte davon und war über solche Wunderwerke, die einer Herausforderung Gottes gleich kommen, höchst entrüstet. Er sandte an ihn die drohende Mahnung: «Wärest du nicht Choni, ich hätte den Bann über dich verhängt, denn du entweihst den Namen Gottes; dein Benehmen gleicht dem eines widerspenstigen Sohnes!« Zur Zeit des Bruderkampfes Hyrkans (s. d. A.) mit Aristobul (s. d. A.) verließ er Jerusalem. Aber bald fanden ihn die Soldaten Hyrkans, von denen er zur Verfluchung des Aristobuls angehalten wurde. Der fromme Mann wies diese Forderung zurück und betete dafür: »Herr der Welt! die Belagerer drausen sind dein Volk und die Belagerten deine Kinder, erhöre nicht die Gebete der Einen gegen die Andern!« Die Soldaten sollen ihn darauf getödtet haben. Mehreres siehe: Chassidäer, Essäer, Wunder.